Veröffentlicht
am 16. Januar 2011
von Paul Hoepner.
Die Mitglieder
Erik
Non-Portfolio Officer
Simon
Non-Portfolio Officer
Ina
Non-Portfolio Officer
Falk
Non-Portfolio Officer
Das Chapter
Die Human Factors and Ergonomics Society (HFES) ist die größte Vereinigung von Professionals aus dem Bereich Human Factors und anliegenden Wissenschaften weltweit. Wir als Student Chapter sind eine vom HFES geförderte Gruppe von interessierten Studenten in Berlin, die es sich zum Ziel gesetzt hat, Human Factors Themen in Berlin, aber auch in Deutschland präsenter zu machen. Insgesamt gibt es 45 Student Chapter weltweit. Wir dürfen uns, 2009 gegründet, das erste Student Chapter Westeuropas nennen.
Unsere konkreten Ziele sind:
- Aktualisierung und Neustrukturierung der Website (humanfactors‐berlin.de). Hier wollen wir in Zukunft aktuelle Themen aus Human Factors relevanten Bereichen behandeln, Events ankündigen sowie Jobangebote präsentieren
- Organisation von eigenen Veranstaltungen (Diskussionsrunden, Jobbörsen, Vorträge etc.)
- Förderung der internationalen Einbindung von Human Factors Studierenden in Berlin
Zurzeit sind wir überwiegend Studenten des Studienganges Human Factors der Technischen Universität Berlin. Wir freuen uns aber auch über interessierte Studenten fachähnlicher Studiengänge. Geleitet wird das Student Chapter von einem „Executive Council“, dessen Mitglieder jährlich gewählt werden und zur Zeit folgende Posten umfasst: President, Vice President, Secretary, Treasurer, bis zu drei Web Administratoren und bis zu fünf Non-Portfolio Officers. Zusätzlich werden wir von unserem Faculty Advisor Prof. Dietrich Manzey unterstützt.
Falls ihr Interesse an einem Newsletter habt, mithelfen wollt oder Fragen habt, schreibt einfach uns eine Mail 
Weitere Mitglieder:
Veröffentlicht
am 16. Januar 2011
von Paul Hoepner.
Wir sind heutzutage in den meisten Lebenslagen von Technik umgeben. Ob im Alltag durch unser Navigationssystem, unser Smartphone oder den neuen Hightech-Kühlschrank in der Küche, aber auch während der Arbeit, als Arzt im Operationssaal, Ingenieur in Kraftwerken und Fabriken oder Pilot im Flugzeug. Häufig helfen technische Geräte und Maschinen den Alltag angenehmer und komfortabler zu gestalten, doch mindestens genauso häufig tun sie nicht das was wir wollen, sind undurchschaubar, zeitweise sogar gefährlich. Mit der voranschreitenden Technisierung unserer Gesellschaft werden diese Probleme tendenziell stärker. Maschinen werden komplexer, intelligenter und übernehmen immer mehr Bereiche unseres Handelns. Der Mensch existiert weiterhin neben diesen Technologien und wird sie fortschreitend nutzen, mit ihnen interagieren, gar kommunizieren – man spricht hier von Mensch-Technik Interaktion oder auch der Schnittstelle zwischen Mensch und Technik.
Human Factors (engl. für „menschlicher Faktor“) beschäftigt sich genau mit dieser Schnittstelle und dem System in dem sie eingebettet ist. „Wie kann die Interaktion möglichst reibungslos funktionieren, zum größtmöglichen Erfolg und Komfort und gleichzeitig größter Sicherheit führen?“. Im Gegensatz zur traditionellen Herangehensweise wird hierbei nicht davon ausgegangen, dass der Mensch sich der Technologie anpassen muss, vielmehr wird der Faktor Mensch ins Zentrum gerückt.
Erkenntnisse aus der (kognitiven) Psychologie, Ergonomie, Neuropsychologie und anderen Feldern werden verwandt, um Technologie und Arbeitssysteme bestmöglich an die Fähigkeiten des Menschen anzupassen. Gleichzeitig werden Erkenntnisse aus technischen Wissenschaften wie der Informatik oder auch der Ingenieurswissenschaften verwandt um technische Möglichkeiten und Grenzen beachten zu können. Es ergibt sich eine interdisziplinäre, oft praktisch orientierte Wissenschaft, die Erkenntnisse aus verschiedenen Bereichen integriert um technische Systeme die uns Menschen umgeben an den Menschen anzupassen.
Definition:
“Human Factors is the scientific discipline concerned with the understanding of interactions among humans and other elements of a system, and the profession that applies theory, principles, data, and other methods to design in order to optimize human well-being and overall system performance”
Einsatzgebiete:
Die Einsatzgebiete von Human Factors sind genauso divers wie die Einsatzgebiete von Technologie an sich. Im Folgenden sollen die wichtigsten Human Factors Domänen kurz beschrieben werden.
Veröffentlicht
am 16. Januar 2011
von Paul Hoepner.
Neben den anwendungsorientierten Feldern, beschäftigen sich Human Factors Experten mit der Grundlagenforschung und Akquirierung neuer Erkenntnisse. Die Möglichkeiten sind hier schier unbegrenzt. Geforscht wird z.B. an sogenannten “Brain-Computer-Interfaces” (Steuerung eines Computer/Maschine durch Gehirnströme), an Effekten von neuen Medien wie 3D Filmen, Computerspielen etc. auf den Menschen, sowie auch an grundlegenden Prinzipien der Kognitions- und Neurobiopsychologie.
Veröffentlicht
am 16. Januar 2011
von Paul Hoepner.
Usability, oder auch Benutzerfreundlichkeit, umfasst im weiten Sinne die erlebte Nutzungsqualität eines Systems für den Nutzer. Es ist damit ein übergeordneter Begriff, der eigentlich in alle bereits beschriebenen Bereiche einspielt. Besonders aktuell ist der Bereich der Web- und Softwareusability, also der Benutzerfreundlichkeit von Programmen auf PCs, Macs, Smartphones etc. Ein Großteil der klassischen Usability beschäftigt sich genau mit diesen Problemen.
Wie kann eine Software einfacher gestaltet werden, sodass der User Aufgaben in kürzerer Zeit und mit weniger Fehlern bewältigen kann. Wieso verliert eine Webfirma bei einem bestimmten Prozess die meisten User? Usability beginnt bei kleinen Verbesserungen wie Buttonfarben und –positionen und endet bei kompletten Konzeptionsprozessen, in denen zum Beispiel eine Webseite von Grund auf neu strukturiert und kreiert wird. Für die Analyse von Problemen werden Nutzertests, Interviews und Expertenreviews verwendet. Aus den Resultaten werden häufig mithilfe von sogenannten Mockups neue Vorschläge kreiert.
Wie auch die anderen Human Factors Felder unterliegt die klassische Usability einer stetigen Entwicklung. Ein rezenter Fokus liegt auf der sogenannten “User Experience”, also dem Nutzererleben. Hierbei werden neben den rein technischen Richtlinien vor allem Emotionen untersucht, denn schon häufig hat sich gezeigt, dass die klassische Usability den Erfolg/Misserfolg einiger Produkte nicht alleine erklären kann.
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am 16. Januar 2011
von Paul Hoepner.
Tragbare Geräte wie Handys/Smartphones, MP3-Player, Navigationsgeräte und Tabletcomputer sind für die meisten Menschen längst ein unverzichtbarer Teil des Alltags. Mensch-Technik-Interaktion ist dadurch ständig präsent und in immer mehr Situation relevant. Bedingt durch eine Vielzahl an Nutzungssituationen und Nutzerbedürfnissen müssen bei der Gestaltung mobiler Geräte andere Regeln als für klassische Arbeitsplätze und Desktop-Rechner beachtet werden. So sind mobile Geräte in der Regel kleiner und werden in wechselnden Kontexts verwendet. Gerade der Erfolg von Geräten wie dem Apple iPhone zeigen, wie wichtig eine gute Bedienbarkeit auch für den Markterfolg sein kann. Durch den demografischen Wandel gerät auch die Gestaltung mobiler Geräte für ältere Leute immer weiter in den Fokus.
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am 16. Januar 2011
von Paul Hoepner.
Das Gesundheitswesen als Arbeitssystem stellt aufgrund seiner vielfältigen Komponenten elementare Anforderungen an das interdisziplinäre Fachgebiet Human Factors. Im Gesundheitswesen existieren auf der einen Seite die Patienten und das Gesundheitspersonal sowie auf der anderen Seite die angewandten medizintechnischen Elemente. Die Idee ist es jene Komponenten effektiv, effizient und zufriedenstellend zu vereinen und dabei dem Hauptziel der Patientensicherheit Rechnung zu tragen. Die Optimierung der Interaktion zwischen Mensch und Technik als Fokus der Human Factors-Forschung findet unter anderem bei der Gestaltung ergonomischer Medizintechnik oder der Optimierung von Informations- und Kommunikationstechnik sowie Prozessen des Gesundheitswesens eine breite Anwendung. Die Produktgestaltung umfasst hier beispielsweise zum einen den Bereich der gebrauchstauglichen Operationswerkzeuge, aber auch das Innovative Gebiet intelligenter Prothesen oder Assistenz- und Navigationssysteme in der Chirurgie. Eine optimale Arbeit solcher Elemente ist nur unter der kontinuierlichen Betrachtung des „Faktors Mensch“ möglich.
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am 16. Januar 2011
von Paul Hoepner.
In der Automobilbranche beschäftigen sich Human Factors Experten mit dem Menschen als Fahrzeugführer. Im Mittelpunkt stehen Themen der Interaktion des Menschen mit dem Auto, sowie der nutzergerechten Gestaltung und nutzeroptimierten Auslegung von Kraftfahrzeugen. Von besonderem Interesse sind hierbei die Intuitivität von Anzeigen, Konzeption und Evaluation von Infotainment- und Navigationssysteme und Überprüfung der Beanspruchung des Menschen durch verschiedene Systeme im Auto. Zu den gängigen Methoden gehören die Erfassung der Blickbewegung, der Herzrate, des Lidschlusses, der Mimik und die Erfassung von Mikrolenkbewegungen.
Da sich sowohl Über- als auch Unterbeanspruchung sicherheitskritisch auswirken, rückt vor allem die Erkennung des Fahrerzustandes immer mehr in den Mittelpunkt. So gibt es mittlerweile Assistenzsysteme welche beispielsweise die Müdigkeit des Fahrers erkennen können und rechtzeitig das Einlegen einer Pause vorschlagen.
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am 16. Januar 2011
von Paul Hoepner.
Historisch gesehen ist die Luftfahrt das erste große Anwendungsgebiet für Human Factors Erkenntnisse. Als vor fünfundsechsig Jahren amerikanische Kampfjetpiloten dazu tendierten nach der Landung das Fahrwerk aus Versehen einzufahren, stellten Untersuchungen fest, dass Piloten zwischen dem Fahrwerkhebel und dem identischen und benachbarten Landeklappenhebel oft nicht unterscheiden konnten (Roscoe, 1997). Die zwei Hebel wurden modifiziert und das Fach Human Factors wurde geboren!
Seit dem hat die Wissenschaft in der Luftfahrt stark an Bedeutung gewonnen. Ob Cockpitgestaltung, Piloten- und Lotsenauswahl, Crew Resource Management, Schichtgestaltung, Flugsicherung oder Wartung. In all diesen Bereichen trägt Human Factors maßgeblich zu effizienterer, effektiverer und vor allem sicherer Arbeit bei.
Veröffentlicht
am 16. Januar 2011
von Paul Hoepner.
Die Prozessindustrie beinhaltet im weitesten Sinne alle industriellen Arten der Verabreitung von Stoffen und Materialien in technischen Prozessen. Dazu gehören beispielsweise die Förderung und Raffinade von Erdöl, aber auch Glas- oder Stahlverarbeitung.
Die meisten prozesstechnischen Verfahren zeichnen sich durch hohe Komplexität im Umgang mit Risikostoffen aus und sind sowohl ihre mittelbare als auch unmittelbare Umwelt im Falle einer Fehlfunktion höchst gefährdend. Bei steigender Technologisierung und Automatisierung verbleibt zunehmend der menschliche Faktor als höchster verbleibender Unsicherheitsfaktor, ob in Herstellung, Wartung oder Bedienung dieser Anlagen.
Human Factors-Experten tragen dazu bei, diese Unsicherheit zu minimieren. Sie entwickeln und verbessern die Schnittstelle zwischen Mensch und Technik anhand der Gestaltung von Leitwarten, Software und (Arbeits)Prozessen sowie der Entwicklung von Sicherheitskultur und Sicherheitsmanagements in den Unternehmen.
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am 8. November 2010
von Hamilton.
Jetzt ist es endlich soweit… Zeit für die HFES Student Chapter Neuwahlen!
Die Neuwahlen finden diesen Mittwoch 10.11. um 18 Uhr im Raum FR 3501 (Franklingebäude) statt.
Die folgenden Posten sind neu zu besetzen, voraussichtlich für ein Jahr:
- President
- Vice President
- Treasurer
- Secretary
- Web Administrator
- Non-Portfolio Officer (bis zu fünf Mal)
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